Aktuelles


Bilder vom Sommerfest 2015


Sommerfest 2015

 



Bilder vom Besuch des Knopfmuseums


Knopfmuseum

 



Bilder vom Jahresausflug 2014 nach Bad Buchau


Ausflug 2014

 



Neuerungen in der Pflegeversicherung zum 01.01.2015

Auswirkungen auf die Angebote von Gemeinsam leben in Waltershofen e.V.

Wolfgang Frühschütz hat über die Veränderungen in der Pflegeversicherung eine Präsentation erstellt.

Pflege

 



Zusätzliche Leistungen aus der Pflegeversicherung zum 01.01.15 auch für nicht Pflegebedürftige, für Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz werden die ambulanten Angebote erheblich verändern. Betreuungs- und Entlastungsleistungen werden ab 01.01.15 groß geschrieben. Zum 01.01.2015 trat das 1. Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Alle Pflege- und Betreuungsbedürftigen erhalten ab diesem Zeitpunkt mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung. H. Seidl vom Pflegestützpunkt des Landratsamtes Ravensburg, der vom Verein Gemeinsam leben in Waltershofen zu einem fachkundigen Vortrag in die Alte Schule in Waltershofen gewonnen werden konnte, erläuterte die Veränderungen und speziell die zusätzlichen Leistungen, die abgerechnet werden können, wenn bedürftige Menschen zu Hause gepflegt und betreut werden. Voraussetzung für den Leistungserhalt ist eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MdK). Leistungen erhalten grundsätzlich alle Pflegebedürftigen in den Stufen 1 – 3. Aber auch nicht Pflegebedürftige (Pflegestufe 0) können seit neuestem Leistungen aus der Pflegekasse erhalten, sobald auf Grund einer demenzbedingten oder psychischen Erkrankung oder einer geistigen Behinderung der Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung gegeben ist. Die Person erhält dann entweder 123 €/Mon. Pflegegeld oder 231 €/Mon. für die Leistungen eines ambulanten Dienstes, der Verhinderungspflege / Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege. Ganz besonders wies H. Seidel darauf hin, dass die Leistungen für die Tages- und Nachtpflege zu 100% neben den Sachleistungen der ambulanten Dienste bezahlt werden. Neu wurde im Pflegeversicherungsgesetz der Begriff der „zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ eingeführt. Die Leistungen in Höhe von 104 €/Mon. erhalten alle Bedürftigen der Pflegestufe 0- 3 mit einer eingeschränkten Alltagskompetenz. Ist sie erheblich eingeschränkt steigt der Betrag auf 208 €/Mon. Nicht ausgeschöpfte Sachleistungen in der Pflegestufe 1-3 können auch hierfür verwendet werden. Gerade mit diesen Entlastungsleistungen möchte der Verein Gemeinsam leben in Waltershofen die Bedürftigen in Waltershofen und seine Mitglieder unterstützen. Hierbei kann es sich um stabilisierende Alltagsbegleitung, organisatorische Hilfestellungen oder Unterstützungsleistungen für Angehörige zur Bewältigung des Pflegealltags handeln. Der Gesetzgeber spricht von Serviceleistungen im Bereich des Haushalts, Fahrdiensten und Anträgen bzw. Hilfe bei Korrespondenz. Reinigungsarbeiten, Wäschepflege, Begleitung zum Arzt und vieles mehr können ebenfalls in Ansatz gebracht werden. Ganz interessant für erscheint die Tatsache, dass diese Betreuungs- und Entlastungsleistungen durch die nicht ausgeschöpfte Pflegesachleistungen bei den ambulanten Pflegediensten bis zu 40% aufgestockt werden. Eine formlose Beantragung der Leistungen, auch für nicht Pflegebedürftige aber eventuell demente Menschen, erfolgt grundsätzlich bei der Pflegekasse. In Waltershofen soll die Ortschaftsverwaltung als erste Anlaufstelle für Hilfesuchende auf Grund der Komplexität dienen. Auf der Internetseite www.gemeinsam-leben-in-waltershofen.de des Vereins stehen entsprechende Unterlagen, Adressen und Kontakte. Gerne berät auch der Pflegestützpunkt des Landratsamtes Ravensburg. H. Vorstand Rudi Hauber stellte am Schluss des Vortrags, nachdem er sich bei H. Seidel für die vielen Informationen bedankte, fest, dass da wohl noch viel Arbeit auf den Verein zukommen kann und wird. Anscheinend haben wir mit der Gründung und der vorausschauenden Entscheidung, einen solchen Verein zu gründen, ins Schwarze getroffen.

Grundsatzinfo

Kontakte im Rahmen der Pflegebedürftige bzw. eingeschränkter Alltagskompetenz
1. Grundsätzlich muss immer ein Antrag bei der für die Person zuständigen Pflegekasse (i.V.m. der Krankenkasse) auf Leistungen gestellt werden.
2. Auskünfte im Sinne der Bedürftigkeit erteilen grundsätzlich:
a. Alle Pflegekassen (siehe auch Internet)
b. Pflegestützpunkte
Landratsamt Ravensburg 0751 – 85 1319

Weitere Infos und Formulare erhalten sie über diese Internetseite: Bürgerservice Landratsamt Ravensburg

Antrag auf Pflegebedürftigkeit bzw. eingeschränkter Alltagskompetenz

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